Unternehmensverkauf – Institutionen unterstützen Altunternehmer und Übernahmeinteressierte

Ein Unternehmer, der etwa aus Altersgründen oder krankheitsbedingt einen Nachfolger sucht, kann in der Regel zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Er kann entweder eine familieninterne oder eine -externe Nachfolgeregelung anstreben. In den letzten Jahren ist die Zahl der geplanten und realisierten Unternehmensübergaben und -verkäufe stark gestiegen. Die Gründergeneration der Nachkriegsjahre muss zumeist altersbedingt ihre Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers legen. Auch wenn es der Wunsch der meisten ist, dass das Unternehmen in die Hände der eigenen Kinder übergeht, gewinnt die externe Nachfolge zunehmend an Bedeutung. Dies ist vor allem auf den seit 1965 zu verzeichnenden Geburtenrückgang zurückzuführen. Daher sind häufig keine eigenen Kinder vorhanden. Und falls doch, verfügen diese nicht immer über eine geeignete Ausbildung oder wählen für sich einen anderen, attraktiveren beruflichen Werdegang.

 

Allerdings gestaltet sich der familienexterne Unternehmensverkauf in vielen Aspekten schwieriger als die interne Nachfolge. Auf der einen Seite kennen die Alteigentümer bei einem Unternehmensverkauf die potentiellen Nachfolger nicht, sodass sie zunächst nach einem geeigneten Kandidaten suchen müssen. Auf der anderen Seite können auch die anschließenden Verhandlungen mit einem externen Kandidaten schwieriger ausfallen, da weder der Altunternehmer den potentiellen Nachfolger über Jahre beobachten konnte, noch der potentielle Käufer das Unternehmen. Mittlerweile gibt es jedoch eine Vielzahl verschiedener Institutionen, die sich darauf spezialisiert haben, den Unternehmensverkauf zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und sowohl den Übergebenden als auch den Übernehmer in diesem Prozess zu unterstützen. Dabei erstreckt sich das Dienstleistungsangebot von allgemeinen Informationen zur Unternehmensnachfolge bis hin zu einer vollständigen Begleitung der Beteiligten im Nachfolgeprozess. So stellen die Industrie- und Handelskammern nicht nur Informationsmaterial bereit, sondern bieten auch Beratungen an und unterstützen die Beteiligten im Suchprozess. Ein Teil der Kammern hat auch Komplettbegleitungen und Coaching im Angebot. Die „nexxt“ Initiative vermittelt mithilfe einer Online-Unternehmensbörse aktiv Alteigentümer und Übernahmeinteressierte. Darüber hinaus widmen sich einige Berufsgruppen aus den Freien Berufen, wie etwa Rechtsanwälte, Unternehmensberater, Steuerberater, Notare und Wirtschaftsprüfer, zunehmend dem Thema Unternehmensnachfolge und unterstützen die Beteiligten in der Verhandlungsphase.

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